es kam und ging und kam und ging
wachte auf und war alt
oder dachte es
und alles alte kam und ging
und kam und
alte gespräche
mit mir und alten freunden,
wieder und wieder und ich
drehte mich im kreis,
wie ein alter tänzer
auf alten bühnen,
wo bretter knarzten
vor altem publikum
und
ihre glasigen hände
vergaßen den applaus
und ich
alte lieben,
die wie sand waren,
der mir nun
durch die finger glitt
und wir
fuhren auf die insel,
auf der ich jung gewesen war,
ich sah die sonne am horizont
und
stand am strand,
wellen trugen den sand davon
und mich und ich
ging zurück in die alte stadt,
brachte den sand der insel mit
in falten,
in poren der haut,
in lichter werdendem haar
und
sah die alten lichter
in flackernden laternen;
sie hielten sich kaum,
taumelten, schrien,
aus angst vor der ABSOLUTEN NACHT
und sie wurden teil der ABSOLUTEN NACHT
und erloschen sich und ich
wurde die ABSOLUTEN NACHT allein,
sie war ein labyrinth
und es war zwecklos,
gab die suche auf,
gab die tage auf,
schlief ein
und war jung
oder dachte es
und alles alte kam und ging
und kam und ging
und kam
und
ging
■
Nachtmusik Nr. ∞
ich wachte auf in der
wind
mühlen
welt
und
trank mich durch dieses glas
durch eins mehr
rauchte dann
und wann wie ein schlot
mal wie ein kleines buschfeuer
und es brannte
und ich brannte auch
und
dampfte langsam
in der
oasen
fernen
wüstensonne
aber
ich brauchte es
und ich brauche es
und du brauchst es
damit man nicht dumpf wird
oder stumpf und schal
und schrumpft und versinkt
in der
wind
mühlen
welt
im
mühlen
wind
der welt
im
sonnen
fernen
oasental
das kleine kometendetail
rythmische monotonie in den gliedern aller, die da unter der großen linde tanzen, betrunken, in vollkommener extase, in selbstvergessenheit.
es steckt alle an, die die tanzenden von ihren kometenumlaufbahnen beobachten, bis sie selbst in diese galaxie geraten, in der arme umher geworfen werden und hände und küsse und körper aneinander landen und sich umkreisen wie planeten, mal ferner, mal enger, dann schneller und schließlich magnetisch.
du sitzt derweil an einen baum gelehnt und versuchst ein kleines kometendetail zu vergessen.
auf dem harfenmeer
du bist voller sonnenwut
fernab am westufer im
land der verbote und
wüstenroter bruderküsse
die wellen trugen dich
zum see der trinker
dem harfenmeer auf dem
du spielst und spielst
und trinkst und trinkst
und was du brauchst ist liebe
du brauchst sie wie die mahlzeit,
den schlaf, den rausch,
das heimkehren
aber was du willst sind stürme
in die das segelboot gerät
und du im meer
der trübe himmel
durch wind und mond
sehe ich deinen schatten
am horizont, er flimmert denn
du flimmerst und spiegelst dich
du fatamorgana! du wüstenbild!
ich würde dich gerne wieder sehen
wenn du heimkehrst
wenn du sagst : «ich bin hier»
und es meinst
und als ich aus der stadt kam
umgab mich plötzlich die schneestille,
in der alles klarer schien
und feiner
und ich spiegelte mich
in der kristallinen nacht
und die kälte klirrte
und wachte
und in der träumerei
sah ich eure hände
du trugst seine jacke
und er hielt dich
und ich
war niemand
und klarer funkelte die einsamkeit
und heller als je zuvor
es war ein ferner schlund
in den ich fiel
sirenentiefe
und rufe in der stille
und schnee
und als ich ankam
daheim
wo alles endet
und beginnt
lag ich im bett
und war
niemand